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Patientenverfügung nach der BMJ-Vorlage

Die amtlichen Textbausteine sind kostenlos verfügbar. Hier erfahren Sie, wie Sie daraus Ihre persönliche Patientenverfügung zusammenstellen und wann ein geführter Fragebogen hilfreich sein kann.

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Was die amtliche Vorlage enthält

Das Bundesministerium der Justiz stellt Textbausteine für eine Patientenverfügung bereit. Sie enthalten Formulierungen für typische Anwendungssituationen und für verschiedene medizinische Maßnahmen. Hinzu kommen Hinweise zu persönlichen Wünschen, Organspende, Beratung und Aktualisierung. Die Sammlung ist als Hilfe zum Zusammenstellen einer eigenen Erklärung gedacht. Sie ist kein Dokument, das Sie ungeprüft vollständig übernehmen und unterschreiben sollten.

An mehreren Stellen stehen unterschiedliche Möglichkeiten nebeneinander. Diese sind teilweise Alternativen und können sich ausschließen. Wenn Sie etwa eine Behandlung wünschen und zugleich die gegenteilige Erklärung stehen lassen, entsteht ein Widerspruch. Lesen Sie deshalb nicht nur die auswählbaren Sätze, sondern auch die zugehörigen Erläuterungen. Die Broschüre des Ministeriums erklärt den Hintergrund und enthält Anregungen für die Auseinandersetzung mit Ihren eigenen Vorstellungen.

Die kostenlose BMJ-Vorlage herunterladen

Sie können das Original direkt beim Ministerium kostenlos herunterladen. Nutzen Sie dafür den unten verlinkten amtlichen PDF-Download und bewahren Sie eine unveränderte Kopie als Referenz auf. Für die Verwendung der amtlichen Textbausteine müssen Sie Vorsorgefertig nicht kaufen. Sie können die Textbausteine selbst auswählen und zu einem Dokument zusammenstellen.

Prüfen Sie beim Download, welche Fassung Sie vor sich haben. Vorsorgefertig arbeitet mit den amtlichen Textbausteinen und Formularen mit Stand 2023, wie im Produkt angegeben. Eine neuere Veröffentlichung kann zusätzliche Erläuterungen enthalten. Vergleichen Sie bei Unklarheiten die Angaben des Ministeriums und holen Sie bei medizinischen oder rechtlichen Sonderfragen persönliche Beratung ein. Der Name einer Vorlage allein sagt noch nicht, ob Ihre konkrete Zusammenstellung zu Ihrer Situation passt.

Vor dem Ausfüllen: die eigenen Wünsche klären

Beginnen Sie mit den Fragen, die hinter den Formularfeldern stehen. Welche Erfahrungen haben Sie mit schwerer Krankheit gemacht? Was ist Ihnen bei Lebensqualität, Selbstständigkeit und Begleitung besonders wichtig? Wen würden Sie als Gesprächspartner für das Behandlungsteam wünschen? Notieren Sie Ihre Gedanken zunächst in Alltagssprache. Sie müssen dabei noch keine medizinischen Fachbegriffe benutzen und auch nicht sofort jede Antwort kennen.

Besprechen Sie offene medizinische Fragen mit einer Ärztin oder einem Arzt. Das ist besonders hilfreich, wenn Sie bereits mit einer Erkrankung leben, deren Verlauf einzelne Entscheidungen absehbar macht. Ihre Vertrauensperson sollte ebenfalls erfahren, was Ihnen wichtig ist. Sie entscheidet später nicht nach den eigenen Maßstäben, sondern soll Ihren Willen vertreten. Gemeinsames Verständnis ist deshalb genauso wichtig wie eine vollständige Anschrift im Dokument.

Aus Bausteinen eine persönliche Erklärung machen

Wählen Sie zuerst die Situationen, für die Ihre Verfügung gelten soll. Danach legen Sie Ihre Wünsche zu den einzelnen Behandlungen fest. Diese Verbindung ist wesentlich: Eine isolierte allgemeine Aussage zu lebensverlängernden Maßnahmen bleibt oft zu unbestimmt. Die BMJ-Sammlung gibt Ihnen konkrete Formulierungen zu Ernährung, Flüssigkeit, Wiederbelebung, Beatmung, Dialyse, Antibiotika und Blutprodukten an die Hand. Prüfen Sie, welche der jeweiligen Alternativen Ihrem Willen entspricht.

Entfernen Sie nicht gewählte Alternativen aus Ihrer persönlichen Endfassung. Ergänzen Sie passende persönliche Angaben und lesen Sie anschließend das gesamte Dokument zusammenhängend. Verweisen Sie auf ergänzende Wertvorstellungen nur, wenn Sie diese tatsächlich beifügen. Falls eine Vollmacht oder eine Betreuungsverfügung vorhanden ist, sollten die dort benannten Personen und Kontaktdaten mit Ihren übrigen Angaben zusammenpassen. Widersprüche sind leichter zu vermeiden, wenn Sie alles gemeinsam prüfen.

Wann ein geführter Fragebogen hilft

Ein Fragebogen nimmt Ihnen die medizinischen Entscheidungen nicht ab. Er kann die Reihenfolge übersichtlich machen, Begriffe erläutern und daran erinnern, noch fehlende Angaben zu ergänzen. Das hilft besonders dann, wenn Ihnen die lange Sammlung von Textbausteinen unübersichtlich erscheint. Sie beantworten eine Frage nach der anderen und sehen anschließend eine Zusammenfassung, bevor die ausgewählten Formulierungen in Ihr persönliches Dokument einfließen.

Vorsorgefertig erstellt zusätzlich die dazugehörige Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung. Die Dokumenttexte basieren auf den amtlichen Vorlagen, während die Bedienhinweise in eigener einfacher Sprache formuliert sind. Der Preis gilt für die geführte Zusammenstellung und das vollständige PDF-Paket, nicht für den Zugang zum kostenlosen BMJ-Original. Die Vorschau ist kostenlos; das Paket kostet einmalig 19,90 € für eine Person oder 34,90 € für zwei Personen.

Die fertige Vorlage sorgfältig prüfen

Lesen Sie Ihre Endfassung vollständig, möglichst gemeinsam mit der Person, die Sie vertreten soll. Prüfen Sie Namen, Geburtsdatum und Anschriften. Verstehen Sie jede Behandlungsaussage? Sind zusätzliche Freitexte eindeutig? Passen die Angaben zur Organspende zu Ihren sonstigen Festlegungen? Wenn ein Satz nicht Ihrem Willen entspricht, ändern Sie Ihre Auswahl, bevor Sie unterschreiben. Ein gefülltes Formular ist noch kein Ersatz für diese persönliche Prüfung.

Drucken Sie die geprüfte Fassung aus und unterschreiben Sie sie eigenhändig mit Ort und Datum. Die Patientenverfügung darf am Computer geschrieben sein. Verwechseln Sie das nicht mit einem eigenhändigen Testament: Dafür gelten andere Formanforderungen, insbesondere die vollständige handschriftliche Abfassung. Ein Testament gehört nicht zum Vorsorge-Paket. Für besondere rechtliche Gestaltungen, Immobilienfragen oder komplexe Familienverhältnisse ist individuelle Beratung die passende Ergänzung.

Aufbewahrung und Aktualisierung

Legen Sie fest, wo die Originale erreichbar aufbewahrt werden. Ihre Vertrauensperson sollte den Ort kennen und im Notfall Zugang haben. Geben Sie ihr die Informationen, die sie für ihre Aufgabe benötigt. Eine Notfallkarte kann darauf hinweisen, dass Dokumente vorhanden sind, und eine Telefonnummer enthalten. Sie ersetzt die ausführlichen Unterlagen nicht. Eine zusätzliche Registrierung beim Zentralen Vorsorgeregister kann helfen, Ihre Vorsorge im Bedarfsfall aufzufinden.

Nehmen Sie sich alle ein bis zwei Jahre Zeit für eine erneute Prüfung. Eine veränderte Gesundheitssituation oder eine neue Vertrauensperson kann schon früher Anlass dazu geben. Informieren Sie bei Änderungen alle Personen, die eine ältere Fassung haben. Wenn Sie Vorsorgefertig nutzen, bleiben Ihre Antworten lokal auf Ihrem Gerät. Sichern Sie heruntergeladene PDFs selbst, denn es gibt kein Benutzerkonto mit einer serverseitigen Dokumentenablage.

Kostenloses Original des Ministeriums

Amtliche BMJ-Textbausteine als PDF herunterladen

Der Download führt direkt zu bmj.de. Sie können die Vorlage selbst zusammenstellen und verwenden.

Quellen und weiterführende Informationen

Die Informationen erläutern allgemeine Zusammenhänge. Für Ihre persönliche medizinische oder rechtliche Situation kann individuelle Beratung erforderlich sein.

Vorsorgedokumente online erstellen

Erstellen Sie Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung nach den amtlichen BMJ-Vorlagen. Ihre Antworten bleiben auf Ihrem Gerät. Sie zahlen erst nach der Vorschau.

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